Nahrungsergänzungsmittel werden von Krebspatienten häufig angewendet, um gewisse Nährstoffmängel auszugleichen. Da sich Krebs inzwischen als Volkskrankheit eingeschlichen hat, sind die gängigen Behandlungsmaßnahmen intensiver und vor allem aggressiver für den menschlichen Körper geworden. Infolgedessen leidet häufig das Immunsystem der Patienten und ihr Stoffwechsel, zudem können die organischen Funktionen partiell beeiträchtigt werden. Das Beseitigen von Nährstoffmängeln erwies sich gemäß einiger Studien häufig als hilfreich, um den geschwächten Körper wieder zu stärken. Allerdings geht der Nährstoffbedarf, der mit den Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung einhergeht, über die Standardversorgung mit gängigen Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Drogeriemarkt hinaus.

Krebs als Volkskrankheit

Krebs ist zu einer Volkskrankheit geworden. Aufgrund der zunehmenden toxischen Belastung in unserer Umwelt, unserer beschleunigten Lebensführung, welche unsere Ernährungsweisen und Bewegungsbedarf negativ beeinflussen, sowie zunehmender Stress, erkrankt die Bevölkerung immer häufiger an Krebs. Dieses Wachstum wird voraussichtlich weiter zunehmen, denn unsere Bevölkerung wächst und altert.

Krebspatienten neigen zu Mangelernährung

Es ist erwiesen, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers und der Erfolg von Standardtherapien stark vom Ernährungszustand des Patienten beeinflusst werden. Jüngste Studien zeigen, dass Menschen mit Krebs zu einer schlechten Ernährung neigen, was sich wiederum negativ auf ihr Immunsystem und ihren Stoffwechsel auswirkt. Zudem wird so die Regenerationsfähigkeit der Zellen und die Verträglichkeit aggressiver Krebsbehandlungen eingeschränkt.

Untersuchungen zufolge steigt die Sterblichkeit bei unterernährten Krebspatienten um etwa 30 %

Komplizierter wird die Situation, wenn die Mikronährstoffversorgung der Patienten durch den Beginn einer Chemotherapie oder Bestrahlung weiter abnimmt. Einige therapeutische Maßnahmen, die im Rahmen der Standardtherapie durchgeführt werden, können kontraproduktive Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall sowie Entzündungen im Körper hervorrufen. Dies beeinträchtigt insgesamt die Lebensqualität der Patienten und die Chancen auf einen Behandlungserfolg sinken.

Nährstofflücken durch maßgeschneiderte und abgestimmte Nahrungsergänzung schließen

Die Nahrungsergänzung gewinnt in der Krebsprävention und -behandlung an Bedeutung. Es kann die Heilungschancen der Patienten positiv beeinflussen, da das Füllen der Lücken solche Körperfunktionen fördert, die sich positiv auf die Immunität und den Stoffwechsel des Betroffenen auswirken. Wenn die entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel jedoch nicht richtig angewendet und angepasst werden, können sie schädlich sein.

Deshalb sollte in jedem Fall die zusätzliche Beratung durch einen Gesundheitsexperten miteinbezogen und mit dem Hausarzt abgestimmt werden. Nahrungsergänzungsmittel müssen unter Berücksichtigung der Ernährungsgewohnheiten und der genetischen Vorgeschichte der Person sowie der Tumorhistologie individuell ausgewählt werden.

Quelle:

MDPI peer-review “Micronutrients in Oncological Intervention”, 2016, Uwe Gröber u.A.