Mit der Prostata beschäftigen sich viele Männer erst dann, wenn sie im Alltag Probleme bereitet. Häufigerer Harndrang, nächtliche Toilettengänge oder ein schwächer werdender Harnstrahl werden zunächst als normale Begleiterscheinungen des Älterwerdens hingenommen. Veränderungen beim Wasserlassen sollten jedoch nicht vorschnell abgetan, sondern ärztlich abgeklärt werden. Denn hinter den Beschwerden können unterschiedliche Ursachen stehen.

Der September steht international im Zeichen der Prostatakrebs-Aufklärung. Ein guter Anlass, die eigene Männergesundheit nicht erst bei akuten Beschwerden ernst zu nehmen. Prostatagesundheit umfasst dabei mehr als die Frage nach einer möglichen Erkrankung: Sie beginnt mit Wissen über den eigenen Körper, einer informierten Entscheidung zur Früherkennung und einem Lebensstil, der die allgemeine Gesundheit langfristig unterstützt.
Ein kleines Organ, das sich im Laufe des Lebens verändert
Die Prostata liegt unterhalb der Harnblase und umschließt einen Teil der Harnröhre. In jungen Jahren ist sie ungefähr so groß wie eine Walnuss. Mit zunehmendem Alter wächst das Drüsengewebe bei vielen Männern. Häufig handelt es sich dabei um eine gutartige Prostatavergrößerung, medizinisch benigne Prostatahyperplasie genannt.
Durch das Wachstum kann die Harnröhre eingeengt werden. Mögliche Folgen sind:
- häufiger oder plötzlich auftretender Harndrang,
- wiederholtes Wasserlassen in der Nacht,
- ein schwacher oder unterbrochener Harnstrahl,
- Schwierigkeiten, das Wasserlassen zu beginnen,
- das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können.
Solche Beschwerden bedeuten nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Umgekehrt verursacht Prostatakrebs in einem frühen Stadium häufig keine eindeutigen Symptome. Beschwerden und Früherkennung lassen sich deshalb nicht unmittelbar voneinander ableiten: Wer keine Veränderungen bemerkt, ist nicht automatisch frei von einer Erkrankung, und wer Beschwerden hat, muss nicht an Krebs erkrankt sein.
Früherkennung bedeutet eine informierte Entscheidung
In Deutschland können Männer ab 45 Jahren einmal jährlich die gesetzliche Krebsfrüherkennung für die Prostata in Anspruch nehmen. Das derzeitige Kassenangebot umfasst eine gezielte Anamnese, die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane und der Lymphknoten sowie die Tastuntersuchung der Prostata.
Der Stellenwert der Tastuntersuchung hat sich jedoch verändert. Die aktuelle deutsche S3-Leitlinie empfiehlt sie nicht mehr als Methode zur Früherkennung von Prostatakrebs. Männern ab 45 Jahren, die sich nach einer ergebnisoffenen ärztlichen Beratung für eine Früherkennung entscheiden, soll stattdessen eine individuell abgestimmte Untersuchung auf Grundlage des PSA-Wertes angeboten werden. Dabei werden neben dem gemessenen Wert auch das Alter, die familiäre Vorgeschichte und weitere persönliche Risikofaktoren berücksichtigt.
PSA steht für prostataspezifisches Antigen, ein Eiweiß, das fast ausschließlich in der Prostata gebildet und mithilfe einer Blutprobe bestimmt wird. Ein erhöhter Wert ist nicht gleichbedeutend mit Krebs. Auch eine gutartige Prostatavergrößerung, Entzündungen und weitere Einflüsse können den PSA-Wert verändern. Gleichzeitig kann die Messung Hinweise liefern, die abhängig vom Alter, vom Ausgangswert, von der familiären Vorgeschichte und von weiteren Risikofaktoren eingeordnet werden müssen.
Der PSA-Test gehört bei beschwerdefreien Männern derzeit nicht zum regulären gesetzlichen Früherkennungsprogramm und muss in der Regel selbst bezahlt werden. Liegt dagegen ein konkreter Krankheitsverdacht vor, kann die Bestimmung des PSA-Wertes eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung sein.
Die Entscheidung für oder gegen einen PSA-Test sollte deshalb nicht isoliert getroffen werden. Sinnvoll ist ein Gespräch mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder einer urologischen Fachpraxis über den möglichen Nutzen, aber auch über falsch-positive Befunde, Überdiagnosen und eventuell daraus entstehende Folgeuntersuchungen.
Auch die familiäre Vorgeschichte gehört in dieses Gespräch. Sind Verwandte ersten Grades, insbesondere Vater oder Bruder, an Prostatakrebs erkrankt, sollte dies bei der persönlichen Risikoeinschätzung berücksichtigt werden. Ist eine krankheitsrelevante erbliche Veränderung bekannt, kann bereits ab 40 Jahren eine Beratung in einer spezialisierten Risikosprechstunde sinnvoll sein.
Was der Lebensstil zur Männergesundheit beitragen kann
Weder eine einzelne Maßnahme noch ein einzelner Nährstoff kann die Gesundheit der Prostata garantieren. Dennoch lohnt es sich, die Prostatagesundheit im Zusammenhang mit der gesamten Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Gesundheit zu betrachten. Bewegung, Körpergewicht, Ernährung, Alkohol und Rauchen beeinflussen zahlreiche Prozesse, die für ein gesundes Älterwerden eine Rolle spielen.
Regelmäßig in Bewegung bleiben
Körperliche Aktivität unterstützt das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel, die Gewichtskontrolle und das allgemeine Wohlbefinden. Entscheidend ist dabei nicht nur klassischer Sport. Auch zügiges Gehen, Radfahren, Gartenarbeit und regelmäßige Unterbrechungen langer Sitzzeiten bringen mehr Bewegung in den Alltag.
Als Orientierung gelten für Erwachsene mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche sowie muskelkräftigende Übungen an mindestens zwei Tagen.
Pflanzliche Vielfalt auf den Teller bringen
Eine ausgewogene Ernährung sollte überwiegend aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und hochwertigen Pflanzenölen bestehen. Diese Lebensmittel liefern Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe.
Im Zusammenhang mit der Männergesundheit werden unter anderem Lycopin aus Tomaten, Lignane aus Leinsamen und Curcuminoide aus Kurkuma wissenschaftlich untersucht. Aus einzelnen Studien oder Laborbefunden lässt sich jedoch nicht ableiten, dass diese Stoffe Prostataerkrankungen verhindern oder behandeln. Sinnvoller ist es, sie als Bestandteile einer abwechslungsreichen Ernährung zu betrachten.
Lycopinreiche Tomatenprodukte lassen sich beispielsweise mit Olivenöl kombinieren, geschrotete Leinsamen passen in Müsli oder Joghurt und Kurkuma kann regelmäßig beim Kochen verwendet werden. Nicht ein vermeintliches „Superfood“, sondern die Ernährungsweise als Ganzes ist entscheidend.
Körpergewicht, Alkohol und Rauchen nicht ausklammern
Ein dauerhaft erhöhtes Körpergewicht steht mit verschiedenen chronischen Erkrankungen und mehreren Krebsarten in Verbindung. Eine schrittweise Gewichtsreduktion kann daher Teil einer umfassenden Gesundheitsstrategie sein.
Alkohol sollte möglichst wenig konsumiert und auf Tabak vollständig verzichtet werden. Diese Empfehlungen sind nicht ausschließlich auf die Prostata ausgerichtet, stärken aber die gesundheitliche Basis, auf der Männer auch mit zunehmendem Alter aufbauen.

Nahrungsergänzung bewusst einordnen
Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung ergänzen, ersetzen sie aber nicht. Das gilt ebenso für Früherkennungsuntersuchungen und medizinische Behandlungen. Schmerzen, Blut im Urin oder Sperma, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und andere neu auftretende Veränderungen sollten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
Da sich die gesundheitliche Ausgangssituation und der individuelle Bedarf unterscheiden, bietet medpro verschiedene Rezepturen für die Männergesundheit an.
ProstaLin-C™ kombiniert Lignane aus Leinsamen, den Curcumin-Extrakt BCM95™ DC, Lycopin aus Tomatenextrakt sowie Zink und Selen. Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Zink und Selen tragen außerdem dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
ProstaSol™ enthält einen umfangreichen Pflanzenstoffkomplex, unter anderem mit Pflanzensterolen, dem Curcumin-Extrakt BCM95™ DC, Lignanen aus Leinsamen, Quercetin, Pygeum africanum, Ginseng, Sägepalmenextrakt, Resveratrol, Reishi und einem Extrakt aus Japanischem Staudenknöterich.
PROSTECTAN™ vereint elf pflanzliche Bestandteile. Dazu gehören unter anderem Curcuminoide, Sojaextrakt, Lignane aus Leinsamen, Baikal-Helmkraut, Färberwaid, Ginseng, Reishi und Sägepalmenextrakt.
Prostapinol™ basiert auf Beta-Sitosterol aus der Kiefer, Grüntee-Extrakt, Roggenpollenextrakt, Pygeum africanum sowie Zink und Selen. Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels und zu einer normalen Fruchtbarkeit bei. Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei. Beide Spurenelemente tragen außerdem dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
IMUPROS™ richtet den Blick stärker auf die allgemeine Nährstoffversorgung des Mannes. Die Rezeptur enthält unter anderem die Vitamine C, E und D, Kalzium, Zink und Selen sowie Soja-, Grüntee- und Tomatenextrakt. Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Die Vitamine C und E tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin D, Zink und Selen tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Die verschiedenen Rezepturen setzen unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb der Männergesundheit. Sie sind als Ergänzung zu einem gesundheitsbewussten Alltag zu verstehen – nicht als Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung, von Prostatakrebs oder anderen Erkrankungen.
Welches Produkt zur persönlichen Situation passt, sollte insbesondere bei bestehenden Erkrankungen, während einer medizinischen Behandlung oder bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten vorab mit einer Ärztin, einem Arzt oder in einer Apotheke besprochen werden. Mehrere Prostataprodukte sollten nicht ohne fachliche Rücksprache miteinander kombiniert werden.
Männergesundheit beginnt, bevor Beschwerden den Alltag bestimmen
Die Prostata verdient nicht erst Aufmerksamkeit, wenn der Schlaf durch nächtliche Toilettengänge gestört wird oder Veränderungen beim Wasserlassen belastend werden. Ab dem mittleren Lebensalter ist es sinnvoll, die eigene familiäre Vorgeschichte zu kennen, Früherkennungsangebote informiert abzuwägen und auffällige Symptome frühzeitig abklären zu lassen.
Ein aktiver Alltag, eine pflanzenbetonte Ernährung und ein bewusster Umgang mit gesundheitlichen Risikofaktoren schaffen keine absolute Sicherheit. Sie sind jedoch wichtige Bestandteile einer langfristig ausgerichteten Männergesundheit.
Der Prostate Cancer Awareness Month kann deshalb vor allem eines sein: der Anstoß, das Thema nicht länger aufzuschieben.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.

